Es gruesst: Das Murmeltier

Delegation: E-Mail

oder: Früher war alles besser


Früher:
„Ihren Wunsch/Frage/Anliegen habe ich notiert. Wir melden uns.“
Heute:
„Können Sie mir bitte eine E-Mail schicken?!“

Express

Und manchmal, manchmal ist es so, als würde meine Zeit auf Rollschuhen an mir vor bei rasen, mir die Zunge rausstrecken und die lange Nase machen, obendrein. Dann sitze ich da, hilflos, ratlos, kraftlos.


Allein.
11355

Hilfsmittel, heute:
TrouserJazz

Ug!

Kampfansage

Am gefährlichsten ist die Waffe "Ich habe es doch nur gut gemeint." Und damit laufen so viele rum, alle ohne Waffenschein, verballern ihre Munition, wann immer es ihnen gerade passt. Als Frontalangriff, gerne aber auch von hinten in den Rücken.

twitt-twitt Twitteria

Das Businessportal *ing bietet neuerdings ein Spielzeug, das es den Geschäftstüchtigen und Geschäftstüchtiginnen erlaubt, Statusmeldungen auf der Profilseite erscheinen zu lassen und stetig aktuell zu halten. In anderen Internet-Gemeinden kenne ich das als „mood“-Meter, das anzeigt, ob ich gerade zum quatschen aufgelegt bin oder lieber meine Ruhe möchte (genau, deshalb logge ich mich ja auch in einer Internet-Gemeinde ein), wahlweise kann bei jünger orientierten Netz-Klubs auch angezeigt werden, ob mir gerade nach „bussi-bussi“ oder eher nach „Hau ab!“ ist, in der hardcore-Web-Szene heißt das dann „Peitsch mich aus, bitte!“ oder „Stiefel lecken, Sklave!“.
Bei Xing nun also „Bin im Meeting“ oder „Gesprächsbereit“.

Mir ist das alles zu twitter, darum bin ich heute aufmüpfig und rufe gleich einfach irgend einen fremden Menschen, den ich via Fingertipp aus dem analogen Telefonbuch auswähle, an und sage ihm oder ihr, dass ich gerade eine Tasse Tee trinke.

Erdung

Ich bin immer wieder schockiert, wie wenig einfühlsam die Menschen doch sind. Und dabei wollen sie doch alle ein friedliches Leben. Und dann, dann sind sie in ihrer vermeintlichen Distanziertheit nicht einmal professionell. Dilettantisch, langweilig, maulend, fantasielos.

Und dann, dann begegnet mir eine ältere Dame, klein, dicklich, schlecht gefärbtes Haar. Postschalter – sagt man noch Schalter, jedenfalls sieht es mehr nach Theke aus und ich rechne immer damit, dass der freundliche Herr, der mir am Ende der postalischen Transaktion wahlweise Glückspiellose oder ein neues Konto anpreist, auch noch ein Bierchen oder eine Cola rüber schiebt – also: Posttheke, später Nachmittag, Schlange von der Wartezone bis zur Drehtür, sie hinter mir, schubst, schiebt, drängelt. In gewisser Weise kann ich verstehen, wenn ältere Menschen drängeln, das Leben könnte schließlich jeden Moment Adieu sagen – und wer möchte schon an der Posttheke sterben, zwischen Aufschrift-Doppel und dem Top-Angebot Briefumschläge im 20er-Pack.
Sie schubst, schiebt, drängelt, ich halte es ein bisschen aus, dann wird es mir zu wild, da, hinter mir, das Ömchen. Als ich mich umdrehe, lächelt sie mich an „Entschuldigen Sie, ich finde Drängeln auch fürchterlich und normalerweise mache ich das nicht. Aber mein Enkel, der wartet draußen im Wagen, und der ist immer so ungeduldig und das macht mich auch ganz ungeduldig.“ Spiel, Satz, Sieg, ein Platz weiter.

Wäre ja auch ein Unding, wenn ich, Lebensliebhaber, mich von den vielen Misanthropen um mich herum anstecken lassen würde. Sollen die doch in den Dschungel gehen.

Boxsack-Syndrom, das

Zu den schlimmsten Dingen, die einer Frau widerfahren können, gehören zickige Damen aus dem Umfeld des Lebenspartners, die sich von eben jenem vernachlässigt fühlen, zeitlich, inhaltlich, wie auch immer: Egal, was du wie, warum, wann tust – DU bist immer Schuld und kriegst ihren ganzen unreflektierten Müll an Unzufriedenheit und Frust ab.

Leck mich!




Ich hasse es: Wenn ich mich schon mal dazu herab lasse, eine Briefmarke abzulecken - und die Mistflitze klebt dann nicht - und ich, ich habe dennoch diesen doofen Briefmarken-Klebstoff-Geschmack im Mund …


Wahn einer Woche

Du bist ruhig, gefasst, hast alles im Griff.
Freust dich.
Über Kleinigkeiten.
Und, weil sich bald ein für dich ganz besonderer Tag zum dritten Mal jährt.

Dann bricht alles auseinander.
Weil Menschen nun mal so sind wie sie sind: Doof.
Weil Menschen geben mit austeilen verwechseln und nehmen mit erwarten.

Du haderst und strauchelst und klemmst fest, irgendwo zwischen Leckt-mich-doch-alle und Ich-kann-nicht-mehr-warum-hilft-mir-keiner.

Du denkst und denkst und denkst und
denkst und
denkst und
denkst und
denkst und
denkst und
denkst und
denkst und
denkst und
denkst und

irgendwann platzt der Knoten. Ein Wort genügt. Manchmal. Ein Wort zum richtigen Augenblick, richtig gesprochen, richtig gesezt. Wie bei einem guten Konzert, ein Konzert, bei dem alles passt. Du, innen, außen, alles, einfach alles.

Du bist glücklich über den geplatzten Knoten, voller Energie und klärst gleich noch ein paar Dinge, die dir aufs Hirn drückten, viel zu lange schon.

Du vergisst für einen Moment sogar, dass du eigentlich deinen Tag mit jemandem feiern wolltest. >> 10 Punkte auf der lässig-drüber-weg-sehen-Skala für dich. YEAH!
Dann schießt dir durch den Kopf, dass dieser Tag halt nur für dich bedeutsam ist, der, mit dem du feiern wolltest, hat ihn komplett vergessen und sich was anderes vorgenommen. Du merkst wie deine ach-was-solls-Gedanken weichen und schon ziehst du alle 10 Punkte wieder ab.
Üben wir noch mal. Besser: Scheiße.

Du beschließt, fortan die Fäkalsprache in deinen Wortschatz zu integrieren.

Du freust dich tierisch auf den Sonntag, endlich Pause. Pause fürs Hirn. Daraus wird nichts. Sonntag = Platz 2 der Scheiß-Tage in KW 47.

Montag, neue Woche. Du ziehst dein Resumee:
Fäkalsprache hat was.
Knoten platzen lassen auch.
Überraschungen planen ist Schwachsinn.
Sich selbst überraschen hingegen ist schön.
Abhaken können fühlt sich gut an.
Fading Maid von E.S.T. auf voller Lautstärke pustet den letzten Dreck aus dem Kopf.
Tage, an denen sich etwas jährt, sind Tage wie alle anderen - für alle anderen. Und Erwartungshaltungen, dass dein Tag irgendjemandem sonst auf dieser Welt etwas bedeutet, sind Scheiße.
Satz der Woche: „Sei zickig! Gegenüber Männern solltest du niemals Verständnis zeigen. Sonst wartest du ewig bis sie das tun, was du willst.“
Die schönsten Überraschungen kommen als Warensendung.

Graue Zelle )*






Buchstabensuppe löffeln. Hilft bei Ideenmangel und Schreibschwäche.
Ich glaube daran. Fest.









)* graue Zelle = Büro. Heute: Düsterdunkelgrau.

Lilalaune-Post

lilalabr

Zwei Briefe im Postkasten, gestern. Haben nix miteinander zu tun, das eine ist nur schnöde Werbung. Und doch … ich jedenfalls musste grinsen.

blogistin

Fantasie, Fiktion, Fraktales

Ich will ...

 

War was?

Endlos
Manchmal müsste man einfach ein Ende setzen. Ende Ohne...
blogistin - 7. August, 10:15
tbc
Manchmal ärgere ich mich, dass ich nicht alles,...
blogistin - 23. Juli, 14:19
ein wenig off topic und...
... bevor ich es vergesse: Ich wünsche Euch am...
jazzer - 7. Juli, 17:02
Wegzehrung
Und dann blicke ich zurück. Neun Jahre. Neun Jahre,...
blogistin - 30. Juni, 14:17
Danke für die Links.
Danke für die Links.
jazzer - 20. Juni, 13:49
… oh ja, danke....
… oh ja, danke. das las ich bereits. tbp werde...
blogistin - 20. Juni, 13:10
... und auch hier
... und auch hier
pikas - 20. Juni, 13:02
Muskeln, Monk und Mendelssohn
vermissent (Drei sehr schöne, lesenwerte...
blogistin - 20. Juni, 12:44
Love Is Real
If we meet again I’d tell you how I feel I’d...
blogistin - 17. Juni, 16:13
joy and excitement, pain...
When I first met Magnus he was three years old and...
blogistin - 17. Juni, 13:19

Huch!

Du bist nicht angemeldet.

Und die Frisur sitzt…

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Zuletzt aktualisiert: 7. August, 10:16

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