Wortglitzereien

Instabil II

Sehnsucht.



Es beginnt immer mit Sehnsucht.
Seelenstreicheln.
Ein Urlaub wäre, gäbe es ein paar Tage lang nur gute Nachrichten.
Und das Bauchgefühl, das würde sich von selbst wieder einstellen.
Ist es doch so wichtig gerade.
Stattdessen lähmen mich schlechte Nachrichten immer mehr.
Ganze Tage lang. Gestern ein verlorener Tag, heute ein verlorener Tag.
Und beide haben nichts miteinander zu tun.
Seit Wochen schon befinde ich mich in einem Strudel aus guten Nachrichten und schlechten Nachrichten, aus Lachen und Tränen, aus Angst und Zuversicht.
Ich wünsche mir ein paar Tage Ruhe.



Sehnsucht.

Nichtsdestotrotz

Ausrufezeichen mag ich nicht. Eigentlich.
Fragezeichen gegenüber habe ich ein gespaltenes Verhältnis. Ich mag sie, sehr sogar. Nur wenn sie zu lange im Raum stehen, dann finde ich sie fürchterlich.

Ich liebe den Punkt. Er ist schlicht und doch deutlich.
Doch manchmal, manchmal, da ist er mir zu dominant, dann wähle ich ihn gern als Drilling, als Auslassungspunkt.

2008 war das Jahr der Fragezeichen.
Und weil ich ein sehr konsequenter Mensch bin, setze ich dem nun, nichtsdestotrotz, ein Jahr der Ausrufezeichen entgegen.

Teil 1 beginnt heute. Mama wieder sehen. Und Papa. Und Schwester. Und Ex-Mann. Und Haare abschneiden. Und seit vier Jahren eingelagertes nach Hause holen.

!

Endlos

Manchmal müsste man einfach ein Ende setzen.


Ende


Ohne Punkt, Komma, Wenn und Aber.
Keine Zeitung lesen, keine Mails abfragen, keine Internet-Seiten aufrufen, nicht mehr ans Telefon gehen. Radio aus, Kopf aus.

Ende


Ein Köfferchen packen, ganz klein nur und unnötig. Weil: Ende ist kein Ziel, an dem man einen Pullover für kalte Nächte braucht oder gar eine Unterhose zum Wechseln.
Ein Köfferchen als Alibi, damit man auf dem Weg zum Ende nicht aufgehalten wird. „Jaja, ich verreise, ein Pullover, für kalte Nächte, Sie wissen schon.“ – „Na, dann bis demnächst.“

Demnächst. Ich glaube, das liegt auch so kurz vor Ende.

Also schnappe ich mein Köfferchen und will los laufen, Richtung Ende. Dann stelle ich fest, dass ich gar nicht weiß, wo Ende denn genau ist. Und weil diese blöde Hure Hoffnung an meinen Haaren zerrt und mich zurückzieht, bleibe ich wo ich bin.
Bis das Ende sich zu mir setzt. Oder bis das Leben die Hoffnung kaputt gefickt hat.


Ende

Schimpanse auf Strauß

Oder: Neulich bei der Bildrecherche

Was ich an meinem Beruf liebe, das ist das Unschuldige, das Kuriose, das Schräge, das Alberne, mit dem ich mich umgebe, beschäftige, auseinandersetze. Und manchmal ist es auch nur der Bildtext zu einer Tierfoto-Montage, über den ich mich beömmeln könnte.

Leben, erste Hälfte

"Ich will die utopische Kombination von Sicherheit und Freiheit" - Lee Miller






Dito.





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Scheiß Spiel.
Und das bei Halbzeit.

Edelweiss-Eskapismus




Volkstümliche Schlagermusik ist das Second Life für die Generation 60+.




OH! MY GOD! I MISS YOU.

Von allen guten Gedanken verlassen
Kaffee, Kaffee
Brezelkrümel mit der feuchten Fingerspitze auflesen, abschlecken
Stormy Weather, Mister Armstrong
Und das alte Sinatra-Hemdsärmel-tumbler-Klischee im Kopf
Melodien für Minderheiten
Immer wieder Nara, Yoshitomo Nara
Mut

Responsorium



Pierre Boulez: Répons Section 1 und Steve Reich: Six Pianos - auf: ReComposed by Jimi Tenor (Deutsche Grammophon) - das erste für beat im Bauch, das zweite für Dudu-dub-di-du-Gefühl im Hirn
Laut
Lauter
Schwarz ärgern
Ärger verwerfen
Grau
Am Ärmelbündchen schnuppern
Endspurt
Glitzergedanken
Kaffee, Kaffee
Weiter, immer weiter
Staubmausjagd-Saison mit Alles-Frisch-Duft-Schrubb-Aktion
Speicher voll
Dudu-dub-di-du-huuuu-huuuuu




Instabil

Sehnsucht.
Seelenstreicheln.
Ein bisschen heile Welt.
Ein nettes Wort.
Zerbrechen am Nebeneinander von Gut und Böse, Hässlich und Schön.
Zerbrechen am Wortkargen.
Sehnsucht.
1000 Zeilen, Gedanken teilen, sich Zeit nehmen.
Leerraum.
Bass, Bauch, Druck.
Ein Lächeln.
Wer möchte schon wissen, bestätigt, schwarz auf weiß, dass er eine unheilbare Krankheit hat?
Früher.
Sekundenglück statt goldener Käfig.
Einen Tag lang Jammern zählen.
Einen Tag lang Lächeln zählen.
Goldwrap (e.s.t. - tuesday wonderland).
Das schöne cremefarbene Kostüm tragen.
Abstand nehmen üben.





Schneller, weiter, weg

spro
Versucht, Sommersprossen zu konservieren, digital.

Den Atem angehalten, vor Wut, ganz lang. Weil: Wut = groß. Roten Kopf bekommen und Hunger, großen Hunger, auf Süßes. Zusammenhang in Frage gestellt.

„brewery of beggars“ gehört, ganz laut. Auf der Anlage mit den dicken Boxen. Allein im Haus sein ist schön.

Festgestellt, dass sich ein Großteil meines Lebens um Worte und Wörter dreht.

Erschrocken festgestellt, dass es immer mehr Wörter werden, die ich kenne, deren Sinn ich kenne, in meiner Muttersprache und in fremden Sprachen. Und im Gegensatz dazu - das eigentlich Erschreckende - dass es immer weniger Worte gibt, die mich berühren.
Überlegt, ob das daran liegt, dass die Menschen im allgemeinen nachlässiger sprechen oder nur noch zitiert und kopiert und salopp dahergeredet oder „ach-du-weißt-schon-wie-ich’s-meine“delegiert wird, Missverständnisse inbegriffen, Hauptsache, man hat selbst keine Kraft aufs Formulieren, mitdenken, weiterdenken, andenanderendenken verschwendet.

Festgestellt, dass wahrscheinlich die wenigsten Menschen den Unterschied zwischen Worten und Wörtern kennen.

Auf die Suche nach Feinsinnigem gemacht, nix gefunden. Beschlossen virtuell den Koffer zu packen und zu suchen, suchen, suchen.

Berühr mich, Wort, bitte.
Honigbrot würde helfen, jetzt.
Oder ganz ganz viel PS unterm Hintern. Schneller, weiter, weg.

blogistin

Fantasie, Fiktion, Fraktales

Ich will ...

 

War was?

Sekundenglueck 1:56
Nichts ist mehr wichtig. Und alles kann warten. (Danke...
blogistin - 14. März, 13:20
Sekundenglueck 1:55
blogistin - 12. Februar, 13:13
Danke, Dok!
Ich mag Authentizität, auch wenn ich das Adjektiv...
blogistin - 18. Oktober, 10:55
Wirklich cool! :) Bloggst...
Wirklich cool! :) Bloggst Du gar nicht mehr?
Chikatze - 6. Oktober, 21:18
Dann denken Sie wegen...
Dann denken Sie wegen zuviel Input daran, das Allerwichtigste...
Budenzauberin - 15. Mai, 09:30
Uaaaaaaaaah, ich glaube,...
Uaaaaaaaaah, ich glaube, ich wollte das doch nicht...
Budenzauberin - 15. Mai, 09:29
der Kleine Mann ist live...
der Kleine Mann ist live sogar noch schöner, weil...
FrauLotta - 15. Mai, 08:00
Sekundenglueck 1:54
(Zum ersten Mal seit Jahren in meinem Büro getanzt,...
blogistin - 14. Mai, 11:09
Sekundenglueck 1:53
Extrem stimmiges Komplettpaket. Und dann auch noch...
blogistin - 14. Mai, 11:05
Oh ja. Jetzt muss ich...
Oh ja. Jetzt muss ich nur den großen Kerl davon...
blogistin - 14. Mai, 10:57

Huch!

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Zuletzt aktualisiert: 14. März, 13:20

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