Glückskind 00:05
Lieber Nikolai,
dein 5. Lebensmonat begann genau am 15. Februar mit einer neuen motorischen Fähigkeit: du hast dich zum ersten Mal allein vom Rücken auf den Bauch gedreht. Dein Papa war an diesem Tag zu Hause, hier im Pott arbeitet ja im Grunde niemand an Rosenmontag. Und so spieltest du mit ihm auf dem Bett und irgendwann lagst du wohl auf dem Bauch … Dein Papa war ganz aus dem Häuschen, ich auch, allerdings, weil ich diese deine Premiere nicht mitbekommen habe. Mit deinem eisernen Willen hast du das Drehen aber im Laufe dieses Monats so oft und ausdauernd geübt, dass du es inzwischen ganz lässig und leicht und eigentlich immer und überall machst, wenn man dich auf den Rücken legt. Anfangs hast du dabei noch sehr kämpfen müssen, dein Ärmchen war einfach immer im Weg, du hast laut gemeckert, wenn es nicht gleich klappte, aber aufgegeben, das hast du nicht.
Mit dem Drehen wurde uns auf einmal ganz schnell klar, dass du nun nicht mehr der kleine Kerl bist, denn man mal irgendwo auf den Rücken legen kann und den man zwischendurch immer wieder auf den Bauch legt. Nach kaum einer Woche schweißtreibender Drehübungen warst du so flink beim Drehen, dass ich dich nicht mehr aus den Augen lassen konnte. Auch das Gemeckere über die Kraftanstrengung hat sich ganz schnell gelegt, schließlich war es keine Anstrengung mehr für dich, sondern du hast noch eins drauf gesetzt und erst mal fleißig Liegestütz gemacht. Unermüdlich!
Und dann, gut eine Woche vor deinem 5. Monats-Geburtstag, hast du begonnen, dich auf alle Viere aufzumachen, hast immer fleißig deinen Po nach oben gestreckt und deine Ärmchen durchgestreckt. Irgendwann kam dann noch das Po-Wackeln und -Wippen dazu und - schwupps! - drei Tage bevor du 5 Monate alt wurdest, bist du vorwärts gehüpft wie ein Frosch. Mit deiner unglaublichen Kraft und Energie hast du uns das ganze Wochenende in Atem gehalten, dir dabei zu zusehen, wie du schnellschnellschnell über die Krabbeldecke hüpfst und, wenn du dann mal doch das Gewicht nicht halten konntest, aus der Bauchlage direkt wieder in den Vierfüßlerstand gesprungen (!) bist. Das Ganze macht dir wohl sehr sehr viel Spaß, jedenfalls strahlst du beim Hüpfen bis über beide Ohren! Wir sind sehr gespannt, wohin dein Gehüpfe noch führen wird … deine Knie sind jedenfalls nach deinem Frosch-Wochenende schon ein wenig rot und wund!
In der ersten Woche deines 5. Lebensmonats gab es auch ein nicht so schönes Erlebnis: Dein Papa musste ins Krankenhaus, und obwohl wir mit einer ambulanten Operation gerechnet hatten, behielt man ihn dann doch für eine Nacht da. Also haben wir deinen Papa morgens vor der Operation besucht und ihm das Warten versüßt, und sobald er fertig war, sind wir mit deinem roten Kinderwagen wieder hingeflitzt und haben den Nachmittag bei ihm verbracht. Du warst sehr ruhig und trotzdem fröhlich in der fremden Umgebung und hast auf Papas Bett gelegen und gespielt. Auch die vielen Besucher von Papas Zimmer-Nachbarn haben dich nicht irritiert. Den Abend und die Nacht haben wir dann alleine verbracht, du und ich, das erste Mal. Ich glaube, gegen 21.30 Uhr haben wir beide tief und fest geschlafen, am nächsten Morgen sind wir zusammen um 7 Uhr aufgewacht - und haben uns riesig darauf gefreut, dass dein Papa bald wieder bei uns sein würde. Den Nachmittag hast du dann jedenfalls schlafend auf Papas Bauch verbracht.
Dein Schlaf: Mir scheint, du verlängerst deine Schlaf-Zeiten tagsüber von Monat zu Monat. Inzwischen schläfst du, bis auf wenige Ausnahmen, immer etwa 50 bis 60 Minuten, und das mindestens drei Mal täglich. Manchmal schläfst du sogar zwei Stunden am Stück, bevorzugt morgens nach den ersten Turnstunden, dann lässt du an diesen Tagen aber meistens deinen Mittagsschlaf oder Spätnachmittagsschlaf aus. Und nachts schläfst du in aller Regel gut 9 Stunden, davon die ersten 6 allermeistens am Stück. Auch die Wochenenden bekommen wir so wunderbar zusammen hin, wir wachen morgens meist gegen 8 Uhr auf, dann toben wir eine Weile im Bett herum bis du wieder müde bist und dann schlafen wir oft noch mal ein Stündchen. Ich bin jedenfalls rundum zufrieden - und du auch, das regelmäßige Schlafen tut dir ausgesprochen gut. An den wenigen Abenden, an denen du nicht in den Schlaf zu bekommen warst, eben auch nicht mit Stillen, da hat dich dann dein Papa durch die Wohnung getragen und dabei fest und sicher gehalten, bis du ruhiger wurdest und schließlich zwischen uns eingeschlummert bist.
Noch etwas Neues hast du in diesem Monat entdeckt, im Grunde begann es schon ein bisschen am Ende des letzten Monats: das Kreischen. Du übst deine Stimme und kreischt manchmal eine gute Stunde lang in den höchsten und schrillsten Tönen. Wenn ich mit einstimme, findest du das entweder lustig oder befremdlich … Vom Kreischen abbringen kann ich dich jedenfalls weder durch das eine noch durch das andere, du hörst einfach irgendwann wieder auf. Brabbeln und plappern machst du nach wie vor besonders gerne abends, auf dem Wickeltisch oder kurz vor dem Schlafen - oder dann, wenn dein Papa und ich uns besonders lange unterhalten haben. Du laberst und laberst und laberst, es ist wunderschön, dir zu zuhören!
Irgendwie kam es mir so vor, als wärst du in diesem Monat ein ganzes Stück gewachsen, aber es ist doch nur ein klein wenig: du bist nun, am Ende des vierten Monats, 66 cm groß und wiegst etwas über 7 Kilogramm. Du trinkst nach wie vor sehr gut, die Abstände zwischen deinen Stillmahlzeiten haben sich wieder etwas verkürzt, das liegt sicherlich an dem vielen Sport, den du machst, wenn du wach bist. Ich freue mich übrigens schon auf den nächsten Monat und auf deinen ersten Brei!
Deinen Kopf zieren jetzt übrigens ein paar hübsche, hellrote Flusen, ich bin sehr gespannt, ob du ein kleiner roter Lausbub bleiben wirst …
Ich liebe dich, lieber NIkolai, mit jedem Tag ein bisschen mehr, du wunderbarer, kleiner R.A. Bauke!
Deine Mama
dein 5. Lebensmonat begann genau am 15. Februar mit einer neuen motorischen Fähigkeit: du hast dich zum ersten Mal allein vom Rücken auf den Bauch gedreht. Dein Papa war an diesem Tag zu Hause, hier im Pott arbeitet ja im Grunde niemand an Rosenmontag. Und so spieltest du mit ihm auf dem Bett und irgendwann lagst du wohl auf dem Bauch … Dein Papa war ganz aus dem Häuschen, ich auch, allerdings, weil ich diese deine Premiere nicht mitbekommen habe. Mit deinem eisernen Willen hast du das Drehen aber im Laufe dieses Monats so oft und ausdauernd geübt, dass du es inzwischen ganz lässig und leicht und eigentlich immer und überall machst, wenn man dich auf den Rücken legt. Anfangs hast du dabei noch sehr kämpfen müssen, dein Ärmchen war einfach immer im Weg, du hast laut gemeckert, wenn es nicht gleich klappte, aber aufgegeben, das hast du nicht.
Mit dem Drehen wurde uns auf einmal ganz schnell klar, dass du nun nicht mehr der kleine Kerl bist, denn man mal irgendwo auf den Rücken legen kann und den man zwischendurch immer wieder auf den Bauch legt. Nach kaum einer Woche schweißtreibender Drehübungen warst du so flink beim Drehen, dass ich dich nicht mehr aus den Augen lassen konnte. Auch das Gemeckere über die Kraftanstrengung hat sich ganz schnell gelegt, schließlich war es keine Anstrengung mehr für dich, sondern du hast noch eins drauf gesetzt und erst mal fleißig Liegestütz gemacht. Unermüdlich!
Und dann, gut eine Woche vor deinem 5. Monats-Geburtstag, hast du begonnen, dich auf alle Viere aufzumachen, hast immer fleißig deinen Po nach oben gestreckt und deine Ärmchen durchgestreckt. Irgendwann kam dann noch das Po-Wackeln und -Wippen dazu und - schwupps! - drei Tage bevor du 5 Monate alt wurdest, bist du vorwärts gehüpft wie ein Frosch. Mit deiner unglaublichen Kraft und Energie hast du uns das ganze Wochenende in Atem gehalten, dir dabei zu zusehen, wie du schnellschnellschnell über die Krabbeldecke hüpfst und, wenn du dann mal doch das Gewicht nicht halten konntest, aus der Bauchlage direkt wieder in den Vierfüßlerstand gesprungen (!) bist. Das Ganze macht dir wohl sehr sehr viel Spaß, jedenfalls strahlst du beim Hüpfen bis über beide Ohren! Wir sind sehr gespannt, wohin dein Gehüpfe noch führen wird … deine Knie sind jedenfalls nach deinem Frosch-Wochenende schon ein wenig rot und wund!
In der ersten Woche deines 5. Lebensmonats gab es auch ein nicht so schönes Erlebnis: Dein Papa musste ins Krankenhaus, und obwohl wir mit einer ambulanten Operation gerechnet hatten, behielt man ihn dann doch für eine Nacht da. Also haben wir deinen Papa morgens vor der Operation besucht und ihm das Warten versüßt, und sobald er fertig war, sind wir mit deinem roten Kinderwagen wieder hingeflitzt und haben den Nachmittag bei ihm verbracht. Du warst sehr ruhig und trotzdem fröhlich in der fremden Umgebung und hast auf Papas Bett gelegen und gespielt. Auch die vielen Besucher von Papas Zimmer-Nachbarn haben dich nicht irritiert. Den Abend und die Nacht haben wir dann alleine verbracht, du und ich, das erste Mal. Ich glaube, gegen 21.30 Uhr haben wir beide tief und fest geschlafen, am nächsten Morgen sind wir zusammen um 7 Uhr aufgewacht - und haben uns riesig darauf gefreut, dass dein Papa bald wieder bei uns sein würde. Den Nachmittag hast du dann jedenfalls schlafend auf Papas Bauch verbracht.
Dein Schlaf: Mir scheint, du verlängerst deine Schlaf-Zeiten tagsüber von Monat zu Monat. Inzwischen schläfst du, bis auf wenige Ausnahmen, immer etwa 50 bis 60 Minuten, und das mindestens drei Mal täglich. Manchmal schläfst du sogar zwei Stunden am Stück, bevorzugt morgens nach den ersten Turnstunden, dann lässt du an diesen Tagen aber meistens deinen Mittagsschlaf oder Spätnachmittagsschlaf aus. Und nachts schläfst du in aller Regel gut 9 Stunden, davon die ersten 6 allermeistens am Stück. Auch die Wochenenden bekommen wir so wunderbar zusammen hin, wir wachen morgens meist gegen 8 Uhr auf, dann toben wir eine Weile im Bett herum bis du wieder müde bist und dann schlafen wir oft noch mal ein Stündchen. Ich bin jedenfalls rundum zufrieden - und du auch, das regelmäßige Schlafen tut dir ausgesprochen gut. An den wenigen Abenden, an denen du nicht in den Schlaf zu bekommen warst, eben auch nicht mit Stillen, da hat dich dann dein Papa durch die Wohnung getragen und dabei fest und sicher gehalten, bis du ruhiger wurdest und schließlich zwischen uns eingeschlummert bist.
Noch etwas Neues hast du in diesem Monat entdeckt, im Grunde begann es schon ein bisschen am Ende des letzten Monats: das Kreischen. Du übst deine Stimme und kreischt manchmal eine gute Stunde lang in den höchsten und schrillsten Tönen. Wenn ich mit einstimme, findest du das entweder lustig oder befremdlich … Vom Kreischen abbringen kann ich dich jedenfalls weder durch das eine noch durch das andere, du hörst einfach irgendwann wieder auf. Brabbeln und plappern machst du nach wie vor besonders gerne abends, auf dem Wickeltisch oder kurz vor dem Schlafen - oder dann, wenn dein Papa und ich uns besonders lange unterhalten haben. Du laberst und laberst und laberst, es ist wunderschön, dir zu zuhören!
Irgendwie kam es mir so vor, als wärst du in diesem Monat ein ganzes Stück gewachsen, aber es ist doch nur ein klein wenig: du bist nun, am Ende des vierten Monats, 66 cm groß und wiegst etwas über 7 Kilogramm. Du trinkst nach wie vor sehr gut, die Abstände zwischen deinen Stillmahlzeiten haben sich wieder etwas verkürzt, das liegt sicherlich an dem vielen Sport, den du machst, wenn du wach bist. Ich freue mich übrigens schon auf den nächsten Monat und auf deinen ersten Brei!
Deinen Kopf zieren jetzt übrigens ein paar hübsche, hellrote Flusen, ich bin sehr gespannt, ob du ein kleiner roter Lausbub bleiben wirst …
Ich liebe dich, lieber NIkolai, mit jedem Tag ein bisschen mehr, du wunderbarer, kleiner R.A. Bauke!
Deine Mama
blogistin - 15. März, 13:47





